Spanien eröffnet Überprüfung der Werbevorschriften für Glücksspiele
Spanien hat eine öffentliche Konsultation zu den Vorschriften für Glücksspielwerbung eingeleitet. Die Behörden erwägen strengere Werbebeschränkungen und einen stärkeren Spielerschutz. Die Änderungen könnten sich darauf auswirken, wie Glücksspielunternehmen ihre Dienste online vermarkten.

Öffentliche Konsultation beginnt
Das spanische Verbraucherministerium hat diese Woche mit der Konsultation begonnen. Die Glücksspielregulierungsbehörde DGOJ ist ebenfalls beteiligt. Der Prozess wird bis zum 22. Juni laufen. Spieler, Unternehmen und Branchengruppen können ihre Meinung äußern.
Die Beamten überprüfen die derzeitigen Werberegeln. Sie sagen, die Regeln seien veraltet und müssten aktualisiert werden. Die meisten Regeln wurden seit etwa fünfzehn Jahren nicht mehr geändert. Sie verweisen auch auf die Zunahme von Online-Glücksspielen und illegalen Websites.
Ziel ist es, aggressives Marketing einzudämmen. Die Behörden haben vor allem die jüngeren Online-Nutzer im Blick. Sie fordern klarere Regeln und einen stärkeren Schutz.
Beeinflusser, Boni und Online-Werbung
Der Plan sieht strengere Regeln für Influencer- und Prominentenwerbung vor. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens können Beschränkungen für die Glücksspielwerbung erhalten. Dies soll den starken Einfluss des Marketings auf die Nutzer verringern. Auch Bonusangebote stehen auf dem Prüfstand. Die Regulierungsbehörden befürchten, dass diese Angebote zu riskanten Ausgaben verleiten könnten. Sie wollen den Druck auf neue Nutzer verringern.
Auch die Sichtbarkeit in der Suche könnte sich ändern. Glücksspielanzeigen könnten bei allgemeinen Suchanfragen weniger häufig erscheinen. Sie könnten jedoch weiterhin angezeigt werden, wenn Nutzer nach Glücksspielbegriffen suchen. Die wichtigsten Vorschläge umfassen:
Strengere Regeln für Influencer- und Prominentenwerbung
Geringere Sichtbarkeit in allgemeinen Suchergebnissen
Begrenzung von Bonusangeboten für neue Nutzer
Klare Warnungen vor verantwortungsbewusstem Glücksspiel
Neues System für Spielersicherheit
Spanien plant außerdem ein neues System zur Erkennung von riskantem Glücksspielverhalten. Die Betreiber müssen möglicherweise Daten austauschen, um dieses System zu unterstützen. Das System soll Probleme früher erkennen. Die Beamten glauben, dass die Erkennung um etwa zehn Prozent verbessert werden könnte. Dies würde dazu beitragen, gefährdete Spieler früher zu erkennen.
Die Regulierungsbehörden wollen auch stärkere Warnhinweise in der Werbung. Diese Warnhinweise könnten wie die Gesundheitswarnungen auf Zigaretten aussehen. Ein Beispiel besagt, dass die meisten Spieler Geld verlieren. Das Ziel ist einfach. Mehr Bewusstsein für die Risiken des Glücksspiels. Und den Schaden zu verringern.
Illegales Glücksspiel: Bedenken
Illegales Glücksspiel ist in Spanien immer noch ein Problem. Einige frühere Werbevorschriften wurden vom Obersten Gerichtshof im Jahr 2024 aufgehoben. Die Behörden sehen jedoch weiterhin Probleme auf dem Markt. Eine kürzlich durchgeführte Studie schätzt den Umsatz illegaler Online-Glücksspiele auf 231 Millionen Euro im Jahr 2024. Das entspricht etwa sechzehn Prozent des legalen Marktes. Viele Nutzer wussten nicht, dass sie nicht zugelassene Seiten nutzten.
Die Behörden glauben, dass strengere Werbevorschriften helfen könnten. Sie hoffen auch, dass eine bessere Überwachung das illegale Glücksspiel im Laufe der Zeit reduzieren wird.
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