AUSTRAC fordert bet365 nach einer Untersuchung auf, seine Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche zu überarbeiten
Die australische Aufsichtsbehörde für Finanzkriminalität hat bet365 aufgefordert, seine Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche zu verbessern. Die Anordnung folgt auf eine Untersuchung, bei der gravierende Mängel im australischen Geschäftsbetrieb des Unternehmens festgestellt wurden.

AUSTRAC stellt gravierende Mängel fest
AUSTRAC stellte fest, dass bet365 über kein robustes Konzept zur Bewältigung von Geldwäscherisiken verfügte. Die Aufsichtsbehörde stellte zudem Probleme bei der Erkennung und Meldung verdächtiger Aktivitäten durch das Unternehmen fest. Die Untersuchung folgte auf eine unabhängige Prüfung der Geschäftstätigkeit von bet365 in Australien. Die Prüfung führte dazu, dass AUSTRAC das Unternehmen genauer unter die Lupe nahm.
Infolgedessen unterzeichnete bet365 am 6. Juli eine rechtsverbindliche Vereinbarung. Die Vereinbarung verpflichtet das Unternehmen, seine Systeme zur Bekämpfung der Geldwäsche zu verbessern. Der Fall zeigt, dass AUSTRAC entschlossener vorgeht – und ein Zeichen setzt.
bet365 muss wichtige Systeme verbessern
Im Rahmen der Vereinbarung muss bet365 sein Risikomanagement im Bereich Geldwäsche verbessern. Das Unternehmen muss zudem regelmäßige Überprüfungen durchführen, um neue Risiken aufzudecken. Es muss die Erkennung verdächtiger Transaktionen verbessern. Außerdem benötigt es bessere Systeme zur Meldung solcher Fälle.
AUSTRAC erklärte, dies seien die Mindeststandards, die das Unternehmen erfüllen müsse. Sollte bet365 die Vereinbarung nicht einhalten, drohen zivilrechtliche Sanktionen. Das Unternehmen muss:
die Kontrollen zur Geldwäscherisikobewertung verbessern;
Verdächtige Transaktionen besser erkennen.
die Meldesysteme verbessern;
Seinen Compliance-Prozess kontinuierlich überprüfen.
AUSTRAC: Die Risiken bleiben hoch
Brendan Thomas, Geschäftsführer von AUSTRAC, erklärte, dass Glücksspielunternehmen einem hohen Geldwäscherisiko ausgesetzt seien. Er wies darauf hin, dass die Branche täglich große Geldbeträge über Online-Dienste bewegt. Diese Zahlungen – die oft schnell abgewickelt werden – könnten Kriminelle anziehen, die illegale Gelder verstecken wollen. Thomas betonte, dass Unternehmen ihre Systeme angesichts sich verändernder Risiken kontinuierlich verbessern müssten.
Er fügte hinzu, dass unzureichende Kontrollen Auswirkungen auf die gesamte Branche haben können. Mangelhafte Systeme könnten das Vertrauen untergraben und die Verbrechensbekämpfung erschweren. Seine Warnung erfolgt vor dem Hintergrund, dass AUSTRAC seine Aktivitäten im Glücksspielsektor verstärkt.
Der Druck auf die gesamte Branche wächst
Die Maßnahmen gegen bet365 sind Teil einer umfassenderen Initiative von AUSTRAC. Die Aufsichtsbehörde führt weiterhin ein Verfahren vor dem Bundesgericht gegen Entain wegen angeblicher Versäumnisse. Entain hat bereits 100 Millionen AUD für eine mögliche Geldstrafe zurückgestellt. Das zeigt, wie kostspielig solche Fälle werden können.
Auch Sportsbet sah sich in der Vergangenheit mit Maßnahmen von AUSTRAC konfrontiert. Das Unternehmen führte später die erforderlichen Änderungen durch – und erfüllte die Standards der Aufsichtsbehörde. Im vergangenen Jahr waren auch SkyCity und Mounties wegen Verstößen gegen die Geldwäschevorschriften betroffen. Diese Fälle zeigen, dass AUSTRAC die Glücksspielbranche genau im Auge behält. In den kommenden Monaten könnten weitere Unternehmen mit Überprüfungen – und strengeren Vorschriften – konfrontiert werden.
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