Gesetze und Vorschriften

Betreiber in Ontario müssen möglicherweise mit neuen Werbebeschränkungen rechnen

Angesichts wachsender Bedenken hinsichtlich der Gefahren des Glücksspiels könnte Ontario neue Vorschriften für Glücksspielwerbung einführen. Die Behörden wollen junge Menschen schützen und gleichzeitig dafür sorgen, dass der legale Online-Casino-Markt stark und sicher bleibt.

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Ontario leitet Überprüfung der Glücksspielwerbung ein

Ontario prüft derzeit, ob die geltenden Werberegeln noch zeitgemäß sind. Anlass für die Überprüfung ist das anhaltende Wachstum des legalen Glücksspielmarktes. Stan Cho, Minister für Tourismus, Kultur und Glücksspiel, erklärte, strengere Vorschriften könnten erforderlich sein. Neue Untersuchungen haben ergeben, dass deutlich mehr junge Menschen heute mit Glücksspielwerbung in Berührung kommen.

Die Provinz wird zudem die in anderen Ländern geltenden Vorschriften untersuchen. Australien könnte Anregungen für Ontarios nächste Schritte liefern. Die Überprüfung zeigt jedoch, dass die Provinz einen stärkeren Spielerschutz anstrebt – ohne dabei den legalen Markt zu beeinträchtigen.

Studie stellt starken Anstieg von Glücksspielwerbung fest

Eine aktuelle medizinische Studie ergab, dass Glücksspielwerbung mittlerweile weitaus mehr Menschen erreicht. Bei Männern im Alter von 15 bis 24 Jahren stieg die Werbekontaktfrequenz um mehr als 300 %. Die Ergebnisse weckten neue Bedenken – insbesondere hinsichtlich junger Sportfans. Experten wiesen darauf hin, dass der häufige Kontakt mit Glücksspielwerbung das Risiko künftiger Probleme erhöhen könnte.

Dr. Nigel Turner vom Centre for Addiction and Mental Health teilte diese Bedenken. Er erklärte, dass Teenager einem höheren Risiko ausgesetzt seien, da sie sich noch in der Phase der Entwicklung gesunder Gewohnheiten befänden. Auch „Microbetting“ ist zu einem Problem geworden. Dabei können Nutzer während Live-Sportveranstaltungen viele kleine Wetten platzieren. Experten glauben, dass diese schnellen Wetten dazu führen, dass die Menschen länger spielen.

Turner warnte, Ontario solle vermeiden, eine weitere Generation mit Spielsucht hervorzubringen. Seine Äußerungen verliehen der Überprüfung zusätzliches Gewicht.

Aktuelle Vorschriften reichen möglicherweise nicht aus

Ontario verbietet bereits Glücksspielwerbung während Live-Sportübertragungen. Dennoch bewerben viele Betreiber ihre Marken weiterhin durch Team-Sponsoring und Stadionwerbung. Diese Werbung ist nach wie vor gut sichtbar – selbst bei großen Spielen. Aus diesem Grund sind einige Behördenvertreter der Ansicht, dass die aktuellen Vorschriften Lücken aufweisen.

Ontario hat zudem neue Sicherheitsinstrumente eingeführt. Ein Beispiel ist „BetGuard“, ein Selbstausschlussdienst für Spieler. Er hilft Nutzern dabei, den Zugang zu allen teilnehmenden, regulierten Casinos zu sperren. Aktuelle Daten zeigen, dass regulierte Anbieter mittlerweile mehr als 90 % aller Wetten abwickeln. Das belegt, dass sich die meisten Nutzer mittlerweile für legale Casinos anstelle von unregulierten entscheiden.

Weitere Änderungen könnten folgen

Die Behörden haben noch nicht bekannt gegeben, wie die endgültigen Vorschriften aussehen werden. Mehrere Vorschläge werden derzeit noch geprüft. Mögliche Änderungen umfassen:

  • Strengere Beschränkungen für Glücksspielwerbung.

  • Neue Vorschriften für Team-Sponsoring.

  • Besserer Schutz für junge Menschen.

  • Werberegeln ähnlich dem australischen System.

Dennoch fordern einige Abgeordnete ein vollständiges Verbot von Online-Glücksspielwerbung. Andere befürworten geringfügigere Änderungen, die dennoch den Schutz junger Menschen gewährleisten.

Der Glücksspielmarkt wächst weiter – und die Steuereinnahmen steigen stetig. Gleichzeitig nehmen die Bedenken hinsichtlich der schädlichen Auswirkungen des Glücksspiels weiter zu. Daher könnte Ontarios nächste Entscheidung die Glücksspielwerbung für die kommenden Jahre prägen.

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Mykhailiuta Maryna

Spiele-Analyst & Rezensent

Mykhailiuta Maryna Spiele-Analyst & Rezensent

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