Die CGA von Curaçao veröffentlicht Leitlinien zum Thema Kryptowährungen für iGaming-Betreiber
Die Curacao Gaming Authority (CGA) hat neue Leitlinien dazu herausgegeben, wie lizenzierte iGaming-Anbieter mit Kryptowährungen umgehen sollten. Die Vorschriften schaffen keine neuen Gesetze, legen jedoch klarere Erwartungen fest.

Neue Vorschriften für Kryptowährungen im Glücksspielbetrieb
Die Leitlinien gelten für alle Krypto-Aktivitäten im Zusammenhang mit lizenzierten Betreibern. Dazu gehören Einzahlungen, Wetten, Auszahlungen, die Verwendung als Liquiditätsreserve sowie alle Konzernunternehmen, die den Glücksspielbetrieb unterstützen. Die CGA stuft Kryptowährungen als risikoreiche Vermögenswerte ein. Aus diesem Grund müssen Betreiber ihre Überwachungssysteme verbessern und strengere Risikoprüfungen für die von ihnen akzeptierten digitalen Vermögenswerte durchführen.
Die Aufsichtsbehörde bevorzugt zudem fiat-gestützte Stablecoins gegenüber volatileren Kryptowährungen. Durch diese Änderungen werden Krypto-Aktivitäten stärker an die Vorschriften von Curaçao zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung angepasst.
Einschränkungen für die Aktivitäten der Betreiber
Die CGA hat zudem klare Grenzen für kryptobezogene Dienstleistungen festgelegt. Lizenzierte Betreiber dürfen nicht als Kryptobörsen, Zahlungsabwickler oder Wallet-Anbieter auftreten. Sie dürfen auch keine Handels-, Swap- oder Verwahrungsdienste außerhalb der üblichen Glücksspieltransaktionen anbieten.
Einige Aktivitäten sind vollständig verboten, darunter:
Gelder aus sanktionierten Wallets
Gelder, die mit Krypto-Mixern oder -Tumblern in Verbindung stehen
„Wrapped“ oder „Bridged“ Vermögenswerte mit unklarer Herkunft
Persönliche Wallets, die Mitarbeitern oder Firmeninhabern gehören
Spielern ist es zudem nicht gestattet, innerhalb von Casino-Plattformen Gelder untereinander zu überweisen.
Strengere Überwachungs- und Compliance-Regeln
Betreiber müssen nun Blockchain-Tracking-Tools einsetzen, um zu überwachen, woher Gelder stammen und wohin sie fließen. Wallet-Adressen müssen bei Einzahlungen und erneut vor Auszahlungen überprüft werden.
Für regulierte Krypto-Anbieter gilt die FATF-Travel-Rule: Anbieter regulierter Kryptowährungen müssen bei Transaktionen gemäß den behördlichen Vorgaben Informationen über den Absender und den Empfänger bereitstellen. Der Betreiber ist auch dann verantwortlich, wenn er Dienste von Drittanbietern nutzt.
Regeln für Privacy Coins und DeFi
Die CGA liefert zudem Informationen zu bestimmten Arten von Kryptowährungen. Privacy-Coins wie Monero, Zcash, Dash und Litecoin MWEB müssen sorgfältig geprüft werden. Mit Meme-Coins sind Risiken wie Volatilität, Liquidität und Governance verbunden, die berücksichtigt werden sollten.
Selbst gehostete Wallets und DeFi-Plattformen sind weiterhin zulässig, jedoch müssen Betreiber die Eigentumsverhältnisse an den Wallets bestätigen und bei Bedarf zusätzliche Prüfungen durchführen. Gemeinsame Wallets können ebenfalls genutzt werden, sofern Transaktionen weiterhin zu einzelnen Nutzern zurückverfolgt werden können.
Zeitplan für die Umsetzung bis 2027
Einige Einschränkungen, wie beispielsweise Verbote von Mixern und bestimmten Wallets, gelten bereits. Bis September 2026 müssen Betreiber eine vollständige Krypto-Richtlinie und einen Einführungsplan vorlegen. Bis Dezember 2026 müssen sie Risikoprüfungen, Mitarbeiterschulungen und Wallet-Verifizierungsprozesse abschließen.
Bis Juni 2027 ist die vollständige Einhaltung der Vorschriften erforderlich. Dazu gehören getrennte Spieler-Wallets, Blockchain-Überwachungstools und umfassende Systeme zur Transaktionsverfolgung. Die Botschaft der CGA lautet, dass Kryptowährungen im lizenzierten Glücksspiel weiterhin verwendet werden können, jedoch nur unter wesentlich strengeren Kontrollen, einer verstärkten Überwachung und bei vollständiger Einhaltung der Risiko- und Transparenzstandards.
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