Entain erwägt Verkauf seines CEE-Geschäfts angesichts steigender Steuerkosten in Großbritannien
Steigende Steuerbelastungen in Großbritannien könnten Entain zu einer weitreichenden Entscheidung zwingen. Der Wettkonzern erwägt Berichten zufolge den Verkauf seines Geschäfts in Mittel- und Osteuropa, um Wege zur Bewältigung des wachsenden finanziellen Drucks zu finden.

Höhere Steuern in Großbritannien stellen neue Herausforderungen dar
Entain sieht sich nach den jüngsten Steueränderungen in Großbritannien in einer schwierigen Lage. Nach Angaben des Unternehmens könnten die neuen Maßnahmen die jährlichen Kosten um rund 200 Millionen Pfund erhöhen. Diese Zahl hat die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich gezogen. Außerdem hat sie Fragen darüber aufgeworfen, wie der Konzern seine Gewinne sichern will.
Das Management scheint nun verschiedene Optionen zu prüfen. Eine Möglichkeit sticht dabei besonders hervor – der Verkauf des Geschäfts in Mittel- und Osteuropa. Dieser Schritt würde eine bedeutende Neuausrichtung für das Unternehmen bedeuten. Dennoch könnte er dazu beitragen, einen Teil der erwarteten Steuerlast auszugleichen.
Ein durch große Übernahmen aufgebautes Unternehmen
Das Unternehmen ging nach der Übernahme des kroatischen Buchmachers SuperSport im Jahr 2022 ein Joint Venture mit EMMA Capital ein. Ein Jahr später expandierte das Unternehmen weiter. Im Jahr 2023 übernahm Entain STS, einen der größten Wettanbieter Polens. Für diese Übernahme zahlte das Unternehmen 750 Millionen Pfund.
Zusammen trugen diese Unternehmen dazu bei, die Position von Entain in mehreren Wachstumsmärkten zu stärken. Zu den wichtigsten Entwicklungen gehörten:
Übernahme von SuperSport im Jahr 2022.
Gründung eines Joint Ventures mit EMMA Capital.
Kauf von STS für 750 Millionen Pfund im Jahr 2023.
Expansion in Mittel- und Osteuropa.
Frühe Gespräche werfen Fragen auf
Berichten zufolge könnte Entain seine Beteiligung an EMMA Capital verkaufen. Die Gespräche scheinen sich jedoch noch in einem frühen Stadium zu befinden. Eine endgültige Vereinbarung wurde noch nicht bekannt gegeben. Beide Unternehmen prüfen möglicherweise noch ihre Optionen.
Diese Ungewissheit verleiht der Geschichte eine zusätzliche Spannung. Investoren erwarten oft, dass Unternehmen schwächere Vermögenswerte zuerst verkaufen.
Profitable Sparte könnte auf dem Markt sein
Das CEE-Geschäft gehört nach wie vor zu den stärkeren Geschäftsbereichen von Entain. Die Finanzergebnisse unterstreichen dessen Bedeutung. Im Jahr 2025 erzielte die Region ein EBITDA von 183,7 Millionen Pfund. Das entsprach etwa 15 % bis 16 % des gesamten EBITDA des Konzerns.
Diese Zahlen deuten darauf hin, dass das Unternehmen nicht beabsichtigt, sich aus einem angeschlagenen Geschäftsbereich zurückzuziehen. Stattdessen wägt Entain möglicherweise ab, ob ein gewinnbringender Verkauf dazu beitragen könnte, künftige Kosten auszugleichen. Dennoch wäre der Verkauf eines solchen Geschäftsbereichs keine leichte Entscheidung. Die Region hat stetige Gewinne und Wachstumschancen geliefert.
Über die finanziellen Auswirkungen hinaus könnte jede Transaktion die langfristige Strategie von Entain neu gestalten. Daher werden Marktbeobachter die Entwicklungen in den kommenden Monaten wahrscheinlich genau verfolgen. Vorerst steht das Unternehmen vor einem schwierigen Spagat – der Sicherung der Gewinne bei gleichzeitiger Entscheidung über die Zukunft eines seiner stärksten regionalen Vermögenswerte.
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