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Schwedisches Gericht hebt 8-Millionen-SEK-Strafe gegen LeoVegas auf

Ein schwedisches Gericht hat eine Geldstrafe in Höhe von 8 Millionen SEK gegen das zu LeoVegas gehörende Unternehmen Roar Vegas aufgehoben. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen Maßnahmen zum verantwortungsvollen Glücksspiel und die Frage, ob der Betreiber schnell genug reagiert hatte, als Spieler Anzeichen für riskantes Verhalten zeigten.

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Aufsichtsbehörde äußert Bedenken hinsichtlich des Spielerschutzes

Der Streit begann im März letzten Jahres, als die schwedische Glücksspielbehörde eine Strafe gegen Roar Vegas verhängte. Die Regulierungsbehörde überprüfte drei Kundenkonten und stellte Anzeichen für exzessives Glücksspiel fest. Dazu gehörten hohe Einzahlungslimits, lange Spielsitzungen und hohe Verluste innerhalb kurzer Zeiträume.

Nach Angaben der Behörde verließ sich der Betreiber zu sehr auf automatisierte Hinweise zum verantwortungsvollen Spielen. Die Regulierungsbehörde war zudem der Ansicht, dass strengere Maßnahmen früher hätten ergriffen werden müssen. Aufgrund dieser Bedenken verhängte die Behörde eine Geldstrafe in Höhe von 8 Millionen SEK. Der Betrag basierte auf dem geschätzten Jahresumsatz des Unternehmens von 1,65 Milliarden SEK.

Roar Vegas widersprach der Entscheidung

Roar Vegas wies die Feststellungen zurück und legte gegen die Strafe Berufung ein. Das Unternehmen argumentierte, dass seine Maßnahmen zum verantwortungsvollen Glücksspiel den schwedischen Vorschriften entsprachen. Es erklärte außerdem, es gebe keine ausreichenden Leitlinien dazu, wann Betreiber ihre Interventionen verstärken sollten.

Nach Angaben des Betreibers machte es diese Unklarheit schwierig, genau zu wissen, wann zusätzliche Maßnahmen erforderlich waren. In der Folge prüfte das Verwaltungsgericht in Linköping die Berufung und untersuchte die Vorwürfe der Regulierungsbehörde.

Gericht stellte fest, dass Maßnahmen ergriffen wurden

Das Gericht stimmte zu, dass alle drei Kunden Anzeichen für exzessives Glücksspiel zeigten. Die Richter waren sich zudem einig, dass ein Eingreifen notwendig war. Das Gericht stellte jedoch fest, dass Roar Vegas relativ schnell Maßnahmen ergriffen hatte. Der Betreiber setzte verschiedene Instrumente ein, um der Situation zu begegnen. Zu diesen Maßnahmen gehörten:

  • Automatisierte Nachrichten zum verantwortungsvollen Spielen

  • Einzahlungslimits für Kunden

  • Direkter Kontakt mit den Spielern

Das Gericht stellte fest, dass einige Maßnahmen möglicherweise früher hätten ergriffen werden können. Dennoch sahen die Richter keinen klaren und offensichtlichen Verstoß gegen die Sorgfaltspflichten. Diese Feststellung wurde zum entscheidenden Punkt – und führte zur Aufhebung der Geldstrafe.

Berufungsmöglichkeit bleibt bestehen

Das Gericht entschied zugunsten von Roar Vegas und hob die Sanktion in Höhe von 8 Millionen SEK auf. Die Richter stellten zudem fest, dass die schwedischen Sorgfaltspflichten klar genug für eine Durchsetzung seien. Sie erklärten jedoch, dass regulatorische Maßnahmen einen eindeutigen Verstoß gegen diese Verpflichtungen erfordern.

Daher kam das Gericht zu dem Schluss, dass die Beweise in diesem Fall diesen Standard nicht erfüllten. Die schwedische Glücksspielbehörde kann innerhalb von drei Wochen nach der Entscheidung vom 12. Juni noch Berufung gegen das Urteil einlegen.

Bislang haben weder die Aufsichtsbehörde noch LeoVegas öffentlich Stellung genommen. Dennoch bleibt der Fall von Bedeutung – da er Einfluss darauf haben könnte, wie künftige Fälle im Bereich verantwortungsvolles Spielen in Schweden behandelt werden.

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Mykhailiuta Maryna

Spiele-Analyst & Rezensent

Mykhailiuta Maryna Spiele-Analyst & Rezensent