Malta schlägt Änderungen an der Glücksspielsteuerverordnung und dem Mehrwertsteuergesetz vor
Malta hat neue Steueränderungen für seinen Glücksspielsektor beschlossen, um die Regeln zu klären und seine Vorteile zu wahren. Die Reformen werden am 1. Oktober 2026 in Kraft treten.

Neue Steuerstruktur beginnt im Oktober
Malta hat die Änderungen in den Rechtsmitteilungen 84 und 86 von 2026 bekannt gegeben. Diese Bekanntmachungen wurden am 1. April im Amtsblatt der Regierung veröffentlicht.
Die Aktualisierungen fassen die Glücksspielsteuer und die Geräteabgabe in einem System zusammen - ein Schritt, der die Einhaltung der Vorschriften vereinfachen könnte. Gleichzeitig führten die Behörden eine neue Studioübertragungsabgabe ein.
Betreiber, die Studios zum Filmen oder Streamen von Spielen nutzen, müssen jährlich 3.000 € zahlen, die im Voraus erhoben werden. Die Gebühr gilt für jedes lizenzierte Studio, das für Spieldienstleistungen genutzt wird.
Die Regeln für die Mehrwertsteuerbefreiung werden klarer
Ein wichtiger Teil der Reform betrifft die mehrwertsteuerliche Behandlung von Glücksspieldienstleistungen. Die Behörden wollen klarstellen, welche Dienstleistungen von der Steuer befreit sind - und welche nun steuerpflichtig werden können.
Der aktualisierte Wortlaut umfasst Wetten, Lotterien und genehmigte Glücksspiele. Damit soll offenbar die Verwirrung um Sportwetten und bestimmte Kasinoangebote verringert werden.
Die Beamten betonten die Bedeutung der Regel des "Verbrauchsortes", wonach die Steuer dort erhoben wird, wo die Nutzer ansässig sind. Dieser Ansatz könnte sich darauf auswirken, wie Online-Dienste besteuert werden.
Was sich für die Betreiber ändern könnte
Der neue Rahmen könnte dazu führen, dass sich die Klassifizierung einiger Dienstleistungen nach den MwSt-Vorschriften ändert. Einige Angebote könnten - je nach Auslegung - von der Steuerbefreiung in den steuerpflichtigen Status wechseln.
Offiziellen Angaben zufolge gehören zu den steuerbefreiten Dienstleistungen Spiele mit geringerem Risiko und genehmigte Veranstaltungen. Dies gilt auch für Einrichtungen, die mit realen Sportveranstaltungen verbunden sind.
So können beispielsweise Dienstleistungen, die an einem Veranstaltungsort während einer Live-Veranstaltung angeboten werden, unter diese Regelung fallen. Dazu gehören Buchmacher und ähnliche Wettdienste, die an diesen Ort gebunden sind.
Glücksspielsteuersätze nach Art der Tätigkeit angepasst
Das neue System legt unterschiedliche Steuersätze für die verschiedenen Arten von Glücksspielen fest. Dies stellt eine Abkehr von der derzeitigen pauschalen Fünf-Prozent-Struktur dar.
Typ 1 Glücksspieldienstleistungen: 15 % Steuersatz
Typen 2, 3 und 4: 10 % Steuersatz
Landbasierte oder Junket-Aktivitäten: 5 % Steuersatz
Die Regeln gelten für Spieler, die sich physisch in Malta aufhalten - oder für Spieler, die dort online spielen. Diese Unterscheidung kann sich auf die Art und Weise auswirken, wie die Betreiber den Standort und die Aktivitäten der Spieler verfolgen.
Behörden streben nach Stabilität und Wachstum
Die maltesische Glücksspielbehörde und die maltesische Steuer- und Zollverwaltung erklärten, dass die Reformen das langfristige Wachstum des Sektors unterstützen. Sie sind der Meinung, dass die Änderungen klarere Regeln und besser vorhersehbare Ergebnisse bringen werden.
Dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit bestehen, insbesondere in Bezug auf die Klassifizierung und Durchsetzung der Mehrwertsteuer. Vor der Einführung im Oktober werden weitere Leitlinien erwartet.
Über die steuerlichen Änderungen hinaus signalisiert die Reform die Absicht Maltas, wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Land bleibt ein wichtiger Knotenpunkt für Online-Casinos und Glücksspielunternehmen. Daher können diese Aktualisierungen Einfluss darauf haben, wie die Unternehmen ihre Aktivitäten in den kommenden Jahren planen.
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Juni 04, 2026

