Gesetzesänderung in Spanien zielt auf Werbung für Glücksspiele durch Prominente und Influencer
Spanien will die Vorschriften für Glücksspielwerbung verschärfen. Der Plan konzentriert sich auf Influencer, Prominente und Online-Marketing. Die Beamten wollen auch Boni und die Sichtbarkeit in der Suche stärker begrenzen.

Spanien eröffnet Überprüfung von Glücksspielwerbung
Die spanische Aufsichtsbehörde für Glücksspiele, die DGOJ, hat eine öffentliche Überprüfung eingeleitet. Der Plan könnte die Art und Weise ändern, wie Glücksspielwerbung online erscheint. Laut offiziellen Dokumenten ist das Ziel ein besserer Spielerschutz. Die Überprüfung folgt auf ein Gerichtsurteil aus dem Jahr 2024, mit dem frühere Werbebeschränkungen aufgeweicht wurden.
Der Oberste Gerichtshof Spaniens hat Teile der früheren Werbevorschriften aufgehoben. Diese Änderung veranlasste die Regulierungsbehörden, das System zu überdenken. Die Überprüfung läuft noch bis zum 22. Juni. Spieler, Unternehmen und Gruppen können ihr Feedback abgeben.
Die Beamten sagen, dass die derzeitigen Regeln 15 Jahre alt sind. Daher glauben sie, dass das Gesetz nicht mehr zum Online-Glücksspiel passt.
Neue Beschränkungen für Influencer und Werbung
Ein wichtiger Teil des Plans zielt auf Influencer und Prominente ab. Spanien könnte die Art und Weise einschränken, wie sie online für Glücksspielmarken werben. Die Behörden befürchten, dass jüngere Nutzer zu viel Glücksspielwerbung in den sozialen Medien sehen. Die Details werden jedoch noch diskutiert.
Glücksspielinhalte könnten weniger in den normalen Suchergebnissen erscheinen. Dies könnte der Fall sein, wenn Nutzer nicht direkt nach Glücksspielbegriffen suchen. Auch Bonusangebote werden derzeit überprüft. Die Regulierungsbehörden wollen strengere Regeln für Werbeaktionen, mit denen neue Spieler angelockt werden sollen.
Zu den wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen gehören:
Begrenzung der Werbung für Glücksspiele durch Influencer
Strengere Regeln für Bonusaktionen
Geringere Sichtbarkeit von Glücksspielinhalten in der Suche
Neue Instrumente für den Spielerschutz
Weitergehende Änderungen für die Sicherheit der Spieler
Spanien arbeitet auch an umfassenderen Reformen des Glücksspiels. Diese gehen über Werbevorschriften hinaus. Eine Idee ist ein System zur frühzeitigen Erkennung von riskantem Spielverhalten. Zugelassene Betreiber würden echte Spielerdaten verwenden. Offiziellen Angaben zufolge könnte dieses Instrument die Erkennung um 10 Prozentpunkte verbessern.
Ein weiterer Vorschlag sieht Warnhinweise in der Glücksspielwerbung vor. Diese Warnhinweise könnten wie Gesundheitshinweise auf Zigarettenpackungen aussehen. Einige Meldungen können Verlustdaten enthalten. Eine Zahl besagt, dass 75 % der Spieler Geld verlieren. Dennoch sagen die Regulierungsbehörden, dass klarere Warnhinweise den Spielern helfen, die Risiken zu verstehen.
Illegales Glücksspiel erhöht den Druck
Spanien ist auch wegen des illegalen Glücksspiels besorgt. Berichten zufolge wächst der Markt für nicht lizenziertes Glücksspiel weiter. Eine Studie schätzt den Umsatz illegaler Online-Glücksspiele auf 231 Millionen Euro im Jahr 2024. Das entspricht etwa 16 % des legalen Marktes. Viele Nutzer wissen möglicherweise nicht, dass sie illegale Seiten nutzen.
Daher drängen die Regulierungsbehörden auf strengere Vorschriften und eine bessere Durchsetzung. Die Konsultation ist nur der erste Schritt. Sie könnte jedoch zu größeren Änderungen im spanischen System der Glücksspielwerbung führen.
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Ein niederländisches Gericht hat entschieden, dass Spieler ihr in nicht lizenzierten Online-Casinos verlorenes Geld nicht automatisch zurückerhalten können. Mit dieser Entscheidung wird ein Rechtsweg für Rückerstattungen versperrt, doch andere Ansprüche könnten weiterhin möglich sein.
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