EU erwägt 3%ige Online-Glücksspielsteuer, um 13,3 Mrd. Euro für den künftigen Haushalt zu beschaffen
Die Europäische Union erwägt eine neue Steuer auf Online-Glücksspielunternehmen. Der Vorschlag könnte über einen Zeitraum von sieben Jahren 13,3 Mrd. EUR einbringen und dazu beitragen, den nächsten EU-Haushalt zu finanzieren und künftige finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen.

EU erwägt neue Glücksspielsteuer
Die Europäische Kommission hat eine neue Idee im Bereich der Online-Glücksspiele: die Besteuerung von Online-Glücksspielen. Der Plan sieht vor, den Betreibern eine Steuer in Höhe von 3 % des Bruttospielertrags aufzuerlegen. Die Maßnahme würde in allen EU-Mitgliedsländern umgesetzt werden.
Nach Schätzungen der Kommission könnte die Steuer zwischen 2028 und 2034 schätzungsweise 13,3 Milliarden Euro einbringen. Dies entspricht etwa 1,9 Milliarden Euro pro Jahr. Der Vorschlag ist Teil der Verhandlungen über den nächsten Siebenjahreshaushalt der EU. Zurzeit wird ein Haushaltspaket im Wert von fast 2 Billionen Euro vorbereitet.
Die Mittel würden zur Finanzierung künftiger Ausgabenpläne verwendet werden. Sie würden auch dazu beitragen, die während des Covid-19 aufgenommenen Kredite zu tilgen. Aber es war bereits Teil einer breiteren Diskussion über die künftige EU-Finanzierung.
Niedriger als früher prognostiziert
Einige Befürworter im Europäischen Parlament waren davon ausgegangen, dass die Steuer über einen Zeitraum von sieben Jahren bis zu 28 Milliarden Euro einbringen könnte. Die aktuelle Schätzung der Kommission liegt bei weniger als der Hälfte dieses Betrags.
Diese Differenz könnte bei den Haushaltsgesprächen zu weiteren Fragen führen. Einige Beamte werden möglicherweise die Annahmen hinter der neuen Prognose überprüfen wollen. Die niedrigere Zahl macht auch deutlich, wie schwierig es ist, künftige Glücksspieleinnahmen vorherzusagen.
Genehmigung könnte schwierig werden
Jede neue EU-Steuer erfordert die Unterstützung aller 27 Mitgliedsstaaten. Das bedeutet, dass ein einziges Land die Umsetzung des Plans verhindern könnte. Diese Regel könnte Schwierigkeiten für den Vorschlag zur Glücksspielsteuer mit sich bringen.
Viele Branchenbeobachter beobachten Malta sehr genau - das Land ist Sitz vieler großer Online-Glücksspielunternehmen. Aufgrund dieser Position könnte Malta Bedenken gegen die neue Maßnahme haben. In der Zwischenzeit hat Zypern die Ratspräsidentschaft inne. Es wird erwartet, dass die Beamten um den 10. Juni herum einen aktualisierten Haushaltsvorschlag vorlegen werden.
Andere Steuervorschläge bleiben auf dem Tisch
Die Glücksspielsteuer ist nur eine Option, die in Betracht gezogen wird. Die Kommission hat auch mehrere andere mögliche Einnahmequellen geprüft:
Eine 0,1%ige Steuer auf Krypto-Transaktionen
Eine Krypto-Kapitalertragssteuer
CO2-bezogene Steuern und Importabgaben
Steuern im Zusammenhang mit Elektronikschrott und Tabakeinnahmen
Lange Haushaltsgespräche stehen bevor
Die EU-Beamten suchen weiterhin nach Möglichkeiten zur Finanzierung künftiger Ausgaben. Gleichzeitig bleiben die Mitgliedstaaten bei neuen Steuern zurückhaltend. Frankreich hat angedeutet, dass es stärkere neue Einnahmequellen wünscht, bevor es einer endgültigen Haushaltsvereinbarung zustimmt.
Abgesehen von den finanziellen Zahlen zeigt der Vorschlag eine größere Herausforderung - genügend Geld für zukünftige EU-Pläne zu finden und gleichzeitig alle Mitgliedstaaten an Bord zu halten. Die Glücksspielsteuer könnte ein Teil dieser Lösung werden, aber ihre Zukunft bleibt ungewiss.
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