Gesetze und Vorschriften

Argentinien schickt neues Glücksspielgesetz in den Senat

Argentinien ist diese Woche erneut gegen illegale Online-Glücksspiele vorgegangen. Die Regierung von Präsident Javier Milei hat dem Senat einen neuen Gesetzentwurf vorgelegt. Er zielt darauf ab, die Strafen zu erhöhen, die Werbevorschriften zu verschärfen und Minderjährige zu schützen.

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Regierung drängt auf strengere Glücksspielgesetze

Die argentinische Regierung will strengere Regeln für illegale Online-Wettgeschäfte. Der Vorschlag kam von Sedronar, der Agentur für Drogenpolitik. Präsident Javier Milei unterzeichnete den Gesetzentwurf zusammen mit hochrangigen Beamten. Kabinettschef Manuel Adorni unterstützte ihn zusammen mit Gesundheitsminister Mario Lugones und Sicherheitsministerin Alejandra Monteoliva.

Beamte sagen, dass illegale Wetten mittlerweile ein wachsendes Problem für die öffentliche Gesundheit darstellen. Der Gesetzentwurf könnte den Umgang der Behörden mit diesen Unternehmen im ganzen Land verändern. Illegalen Betreibern drohen Gefängnisstrafen von drei bis sechs Jahren. Unternehmen, die ihnen helfen, können ebenfalls bestraft werden.

Dazu gehören Zahlungsunternehmen, Anzeigendienste und Anbieter digitaler Unterstützung. Diesen Helfern drohen Haftstrafen von zwei bis vier Jahren.

Werbung könnte vollständig verboten werden

Der Gesetzentwurf sieht auch weitere Vorschriften für die Glücksspielwerbung in Argentinien vor. Die Beamten haben ein vollständiges Verbot illegaler Glücksspielwerbung gefordert. Dies schließt Werbung im Internet, Fernsehen, Radio und auf Plakatwänden ein.

Auch Blogger, Agenturen und Medienunternehmen könnten haftbar gemacht werden. Ziel ist es, die jüngere Generation so weit wie möglich aus dem Spiel herauszuhalten. Auch für lizenzierte Glücksspielunternehmen wird es strengere Vorschriften geben. Die Werbung darf sich nicht an Minderjährige richten oder das Glücksspiel als Lösung für finanzielle Probleme anpreisen.

Die Werbung darf auch keine Verbindung zwischen Glücksspiel und Alkohol oder Tabak herstellen. Dennoch dürfen legale Anbieter weiterhin unter strengeren Regeln werben.

Die wichtigsten Teile des Gesetzentwurfs

  • Gefängnisstrafen für illegale Glücksspielanbieter

  • Strafen für Unternehmen, die sie unterstützen

  • Verbot von Werbung für illegale Glücksspiele

  • Stärkerer Schutz für Minderjährige

  • Mehr Unterstützung für die Behandlung von Spielsüchtigen

Banken und Regulierungsbehörden erhalten neue Aufgaben

Die argentinische Zentralbank kann bei der Durchsetzung der neuen Vorschriften helfen. Sie würde Zahlungen im Zusammenhang mit illegalem Glücksspiel blockieren. Auch Banken und Zahlungsdienstleister müssen die Alterskontrollen verbessern. Schwache Systeme könnten zu Strafen führen.

Die Kommunikationsagentur Enacom würde ebenfalls neue Befugnisse erhalten. Sie könnte illegale Glücksspielseiten sperren und Werbung entfernen. Offiziell heißt es, dass immer mehr Minderjährige auf Online-Wettangebote zugreifen. Sie warnen, dass sich dieser Trend ohne strengere Maßnahmen noch verstärken könnte.

Ein weiteres Glücksspielgesetz steht noch aus

Dieser neue Gesetzentwurf kommt, während ein anderes Glücksspielgesetz noch immer im Kongress feststeckt. Die Gesetzgeber haben es im November 2024 im Unterhaus verabschiedet. Aber die Senatsausschüsse haben es nicht weitergebracht. Die letzte Debatte fand im Oktober 2025 statt.

Einige Gesetzgeber drängen auf ein schnelleres Handeln. Der Kongressabgeordnete Maximiliano Ferraro warnte vor dem Druck der Lobbyisten. Die Regierung plant auch Aufklärungs- und Präventionsprogramme. Sedronar und das Gesundheitsministerium würden diese Bemühungen leiten.

Nun richtet sich die Aufmerksamkeit wieder auf den Senat. Eine weitere Debatte über Glücksspielregeln wird bald erwartet.

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Mykhailiuta Maryna

Spiele-Analyst & Rezensent

Mykhailiuta Maryna Spiele-Analyst & Rezensent