Geldbußen und Strafen

UKGC verhängt gegen den Betfred-Betreiber eine Geldstrafe in Höhe von 1,2 Mio. $ wegen Verstößen gegen die soziale Verantwortung

Die britische Glücksspielkommission hat gegen den Online-Betreiber von Betfred eine Geldstrafe verhängt, nachdem sie Mängel bei dessen Maßnahmen zur Förderung eines verantwortungsvollen Glücksspiels festgestellt hatte. Der Fall zeigt, dass die Aufsichtsbehörde den Druck auf lizenzierte Casinos erhöht, um die Spieler zu schützen und schneller zu handeln.

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UKGC stellt bei Compliance-Prüfung Mängel fest

Die britische Glücksspielkommission (UKGC) verurteilte Petfre (Gibraltar) Limited zur Zahlung von 900.000 Dollar, was etwa 1,22 Millionen Dollar entspricht. Das Unternehmen betreibt das Online-Casino Betfred.com unter einer britischen Lizenz. Die Zahlung erfolgte im Anschluss an eine Compliance-Prüfung der Regeln des Unternehmens zum verantwortungsvollen Glücksspiel. Petfre erklärte sich zudem bereit, die Kosten für die Untersuchung der Aufsichtsbehörde zu übernehmen.

Die Kommission erklärte, dass einige Systeme des Unternehmens Spieler, die möglicherweise gefährdet waren, nicht erkannt hätten. Auch hätten einige Warnsignale nicht zu einem raschen Eingreifen des Personals geführt. Diese Probleme gaben Anlass zur Sorge – insbesondere, wenn Spieler trotz der Warnsignale weiterhin Geld ausgaben. Die Aufsichtsbehörde betonte, dass schnelles Handeln ein wichtiger Bestandteil des Kundenschutzes sei.

Verzögerungen schmälerten den Kundenschutz

Die Kommission stellte zudem Verzögerungen bei den Überprüfungen zum verantwortungsvollen Glücksspiel fest, nachdem einige Konten als risikobehaftet gekennzeichnet worden waren. In mehreren Fällen benötigten die Mitarbeiter mehrere Tage, um die Überprüfungen abzuschließen. Ein Fall verdeutlichte, warum diese Verzögerungen von Bedeutung waren – und warum schnelles Handeln wichtig ist. Ein Spieler erhielt eine Warnmeldung zum verantwortungsvollen Glücksspiel, nachdem er ein Einzahlungslimit überschritten hatte.

Auf diesen ersten Kontakt folgten jedoch keine weiteren Maßnahmen. Der Spieler tätigte daraufhin innerhalb der nächsten 24 Stunden eine weitere Einzahlung und verlor weitere 17.900 $. John Pierce, der Leiter der Durchsetzungsabteilung der Kommission, erklärte, dass Betreiber Spieler, die möglicherweise gefährdet sind, schnell ausfindig machen und kontaktieren müssen. Er betonte, dass gute Überwachungssysteme dazu beitragen, Kunden zu schützen, bevor sich Probleme verschlimmern.

Von der Aufsichtsbehörde festgestellte Hauptprobleme

Die Überprüfung deckte mehrere zentrale Probleme auf:

  • Verzögerungen, nachdem Kundenkonten als risikobehaftet gekennzeichnet wurden.

  • Systeme, die einige Warnsignale übersehen haben.

  • Langsame Reaktionen auf Spieler, bei denen Anzeichen für eine mögliche Gefährdung vorlagen.

  • Kaum Nachverfolgung nach dem ersten Kundenkontakt.

Unternehmen nimmt nach Überprüfung Änderungen vor

Petfre nahm Änderungen vor, nachdem die Kommission Bedenken geäußert hatte. Das Unternehmen führte einen Aktionsplan ein – fügte vorübergehende Kontrollmaßnahmen hinzu – und informierte die Aufsichtsbehörde regelmäßig über den Fortschritt. Die Kommission erklärte, das Unternehmen habe hart daran gearbeitet, seine Systeme zu verbessern. Sie erklärte außerdem, Petfre habe wichtige Änderungen vorgenommen, um die bei der Überprüfung festgestellten Probleme zu beheben.

Unabhängig von den behördlichen Maßnahmen verzeichnete die Betfred Group weiterhin starke Geschäftsergebnisse. In den 78 Wochen bis zum 30. März 2025 belief sich der Umsatz auf rund 1,46 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber den 908 Millionen US-Dollar im vorangegangenen Berichtszeitraum. Das stationäre Geschäft erzielte 894,8 Millionen US-Dollar, während das Online-Geschäft 563,6 Millionen US-Dollar einbrachte. Die Gruppe vermeldete im gleichen Zeitraum zudem höhere Gewinne.

Dennoch folgt die jüngste Strafe auf frühere Maßnahmen gegen das Unternehmen. Betfred zahlte im Jahr 2022 2,87 Millionen US-Dollar wegen Versäumnissen im Bereich der sozialen Verantwortung und der Geldwäschebekämpfung. Im vergangenen Jahr zahlte das Unternehmen zudem weitere 240.000 US-Dollar wegen Verstößen gegen die Vorschriften für Online-Spielautomaten.

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Mykhailiuta Maryna

Spiele-Analyst & Rezensent

Mykhailiuta Maryna Spiele-Analyst & Rezensent