Tennessee und Oklahoma verschärfen Gewinnspiele mit Gesetzesentwürfen des Senats
Tennessee und Oklahoma gehen gegen Gewinnspielkasinos vor. Die Gesetzgeber in beiden Bundesstaaten haben diese Woche neue Gesetzentwürfe im Senat verabschiedet. Die Maßnahmen werden nun in den jeweiligen Parlamenten debattiert.

Staaten erhöhen den Druck auf Gewinnspiel-Casinos
Die Gesetzgeber in mehreren Bundesstaaten prüfen Gewinnspielkasinos. Tennessee und Oklahoma führen diese Bemühungen an. Dabei geht es um das Doppelwährungssystem, das viele Casinos verwenden. Bei diesem System kaufen die Spieler virtuelle Münzen für Spiele. Außerdem erhalten sie Bonusmünzen, die gegen Geldpreise eingelöst werden können.
Staatsbeamte argumentieren, dass dieses System Wetten mit echtem Geld kopiert. Daher fordern sie klarere Grenzen und strengere Regeln. Beide Gesetzentwürfe zielen darauf ab, die Gewinnspieltätigkeit einzuschränken. Allerdings setzt jeder Staat andere Instrumente ein.
Tennessee verbindet Gewinnspiele mit dem Verbraucherrecht
In Tennessee passierte der Gesetzentwurf 2136 den Senat. Senator Ferrell Haile hatte die Maßnahme Anfang des Jahres eingebracht. Der Gesetzentwurf wird nun an das Repräsentantenhaus weitergeleitet.
Der Vorschlag sieht ein Verbot der Verwendung virtueller Münzen in Gewinnspielkasinos vor. Außerdem würden Online-Gewinnspiele als illegales Glücksspiel eingestuft. Nach Ansicht des Gesetzgebers schaden solche Spiele der öffentlichen Sicherheit und dem Vertrauen.
Sollte der Gesetzentwurf angenommen werden, würde er unter das Verbraucherschutzgesetz des Bundesstaates fallen. Diese Änderung würde es Generalstaatsanwalt Jonathan Skrmetti ermöglichen, Maßnahmen zu ergreifen. Er könnte Geldstrafen oder andere Sanktionen beantragen.
Im Dezember 2025 schickte Skrmetti Briefe an 40 Betreiber. Er wies sie an, keine Gewinnspiele mehr im Bundesstaat anzubieten. Das Signal ist eindeutig: Tennessee will eine strengere Kontrolle.
Oklahoma drängt auf strafrechtliche Verfolgung
Die Gesetzgeber von Oklahoma gehen einen härteren Weg. Senatsvorlage 1589 hat auch den Senat passiert. Senator Todd Gollihare und Abgeordneter Scott Fetgatter haben den Gesetzentwurf eingebracht.
Die Maßnahme würde das Anbieten von Gewinnspielen zu einer Straftat der Klasse C2 machen. Die Definition des Online-Glücksspiels ist sehr weit gefasst. Jedes Internetspiel, das auf Risiko und Belohnung basiert, könnte unter das Gesetz fallen.
Wichtig ist, dass der Gesetzentwurf das von vielen Kasinos verwendete Doppelwährungsmodell einschließt. Auch die Anbieter von Dienstleistungen können zur Verantwortung gezogen werden, nicht nur die Betreiber. Darüber hinaus lässt der Gesetzestext nur wenige Grauzonen offen.
Wie es weitergeht
Beide Gesetzesentwürfe müssen die Parlamente ihrer Bundesstaaten passieren, bevor sie in Kraft treten. Die Gouverneure würden sie dann prüfen und unterzeichnen. Im Moment sind Gewinnspielkasinos in beiden Bundesstaaten einem wachsenden rechtlichen Risiko ausgesetzt. Andere Gesetzgeber könnten diesen Weg einschlagen.
Die Branche behauptet, ihr Modell sei legal. Die Staatsoberhäupter sind anderer Meinung. Die nächsten Abstimmungen könnten über die Zukunft der Gewinnspielkasinos entscheiden - zumindest in diesen beiden Staaten.
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Juni 04, 2026

