Maine bringt Gesetzentwurf zum Verbot von Kreditkarten für Online-Glücksspiele voran
Der Gesetzgeber in Maine hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der den Zahlungsverkehr im Glücksspiel umgestalten und die Art und Weise, wie Spieler ihre Wetten finanzieren, einschränken könnte. Der Vorschlag, bekannt als LD 2080, würde Kreditkarten für alle Glücksspielkanäle sperren.

Gesetzgeber zielt auf Risiken bei kreditbasierten Wetten
Der Gesetzesentwurf wurde im Januar 2026 vom Staatsvertreter Marc Malon eingebracht. Er konzentrierte sich zunächst auf Sportwetten, wurde aber später auf iGaming ausgeweitet.
Diese Verschiebung kam nicht von ungefähr - Maine bereitet sich auf die Einführung von Online-Casinos vor. Der Gesetzgeber scheint darauf erpicht zu sein, Regeln festzulegen, bevor der Markt vollständig geöffnet wird.
Kreditkarten stehen im Mittelpunkt der Debatte. Beamte argumentieren, dass sie es Spielern ermöglichen, Geld auszugeben, das sie nicht haben. Dieses Risiko - so sagen sie - könnte zu größeren finanziellen Schäden führen.
Was der Gesetzentwurf ändern würde
LD 2080 legt eine klare Regel für Online- und Einzelhandelsglücksspiele fest. Kreditkarten würden unter keinen Umständen mehr akzeptiert werden. Die Spieler können jedoch weiterhin andere Zahlungsmittel ohne größere Störungen verwenden. Dazu gehören:
Debitkarten
Banküberweisungen
Barzahlungen
Prepaid-Karten, die nicht durch Guthaben finanziert werden
Betreiber stehen unter neuem Druck zur Einhaltung der Vorschriften
Der Gesetzentwurf überträgt die meiste Verantwortung auf Glücksspielbetreiber und Regulierungsbehörden. Die Unternehmen müssten ihre Systeme aktualisieren, um Kredittransaktionen automatisch zu sperren.
Dazu gehören mobile Anwendungen, Websites, digitale Geldbörsen und sogar Kioske vor Ort. Das klingt einfach - aber die Realität könnte sich als komplexer erweisen.
In Zahlungssystemen werden oft verschiedene Finanzierungsquellen innerhalb eines einzigen Kontos vermischt. Das macht es schwieriger zu überprüfen, ob das Geld von einem Kredit stammt.
Verbraucherschutz ist die Triebfeder
Der Gesetzgeber will mit dem Gesetzentwurf die Risiken des problematischen Glücksspiels verringern. Der ständige Zugang zu Online-Wetten hat im ganzen Bundesstaat Besorgnis ausgelöst. Studien legen nahe, dass der Zugang zu Krediten zu Mehrausgaben und riskantem Verhalten führen kann. Die Abschaffung des Kreditzugangs kann daher als grundlegende finanzielle Absicherung dienen.
Die Maßnahme zielt auch auf langfristige Schuldenzyklen im Zusammenhang mit Glücksspielverlusten ab. Geliehenes Geld ist oft mit Zinsen verbunden - und mit dem Druck, die Verluste wieder hereinzuholen. Neben dieser Gesetzesvorlage prüft Maine eine weitere Maßnahme im Zusammenhang mit Gewinnspielkasinos. Ein anderer Vorschlag sieht ein Verbot von Doppelwährungssystemen vor, die in einigen Online-Diensten verwendet werden.
Andere Staaten handeln bereits
Maine ist mit diesem Ansatz nicht allein. Mehrere Staaten haben die Verwendung von Kreditkarten für Glücksspiele bereits eingeschränkt. Tennessee, Massachusetts und Vermont setzen heute vollständige Verbote durch. Andere, darunter Iowa und New Hampshire, wenden teilweise Beschränkungen an.
Wie geht es weiter?
Der Gesetzentwurf wartet nun auf eine Entscheidung von Gouverneurin Janet Mills. Sie könnte das Gesetz unterzeichnen oder es zur weiteren Prüfung zurückschicken. Im Falle einer Genehmigung stünden die Regulierungsbehörden vor einem schwierigen Einführungsprozess. Die Systeme müssen die Kreditverwendung genau erkennen und sperren.
Diese Aufgabe kann Zeit in Anspruch nehmen - und eine sorgfältige Abstimmung mit den Zahlungsanbietern. Selbst wenn sich die Einführung verzögert, ist es unwahrscheinlich, dass die Idee verschwindet. In den Vereinigten Staaten gewinnen ähnliche Debatten immer mehr an Fahrt.
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Juni 04, 2026

