Gibraltar erteilt dem ersten Betreiber eines Prognosemarktes eine Lizenz
Gibraltar hat seine erste Lizenz für Prognosemärkte genehmigt - ein Schritt, der den Glücksspielsektor des Landes neu gestalten könnte. Die Entscheidung kommt, da der Druck durch Steueränderungen und strengere Regeln im Ausland wächst.

Eine schnell erteilte Lizenz nach alten Regeln
Gibraltar erteilte Predict Street Ltd. die Lizenz am 26. März. Die Genehmigung erfolgte nach dem Glücksspielgesetz von 2005 - nicht nach dem noch ausstehenden neuen Gesetz. Beamte bezeichneten den Zeitpunkt als ungewöhnlich schnell - selbst für lokale Verhältnisse. Er signalisiert Dringlichkeit.
Nach Ansicht von Nigel Feetham könnte der Sektor in den kommenden Jahren expandieren. Er sagte dem Parlament, dass Prognosemärkte ein wichtiger Wachstumsbereich werden könnten.
Ein neuer Akteur mit globalen Ambitionen
Predict Street scheint sich schnell zu bewegen - der Start ist für den 9. April vorgesehen. Auf der Website des Unternehmens ist ein Countdown zu sehen, der mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 verknüpft ist. Das Unternehmen behauptet, dass es eine Verbindung zu dem globalen Ereignis gibt - allerdings sind die Details noch begrenzt. Diese Behauptung könnte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Hinter den Kulissen arbeitet das Unternehmen mit Unterstützung von ADI Chain. Damit wird eine Technologieebene hinzugefügt, die die Interaktion der Nutzer mit den Märkten beeinflussen könnte. Über das Branding hinaus betritt das Unternehmen einen Raum, der in Europa noch unklar ist.
Druck aus dem Vereinigten Königreich prägt die Strategie
Die jüngsten Steueränderungen in Großbritannien haben Gibraltar gezwungen, seinen Ansatz zu überdenken - und zwar schnell. Neue Abgaben auf Glücksspiele und Wetten aus der Ferne könnten die Betreiber hart treffen. Einige Schätzungen gehen davon aus, dass die Steuerbelastung fast auf das Niveau der vollen Einnahmen steigen könnte. Dieses Risiko ist groß.
Gibraltars Wirtschaft ist stark vom Glücksspiel abhängig - etwa 3.500 Arbeitsplätze sind direkt damit verbunden. Der Sektor stellt auch etwa ein Drittel der öffentlichen Einnahmen.
Europa bleibt geteilter Meinung über Prognosemärkte
Während Gibraltar voranschreitet, sind andere Märkte vorsichtig - oder lehnen sie ganz ab. In Ländern wie den Niederlanden und Frankreich werden ähnliche Dienste durch die geltenden Gesetze eingeschränkt. In einigen Fällen behandeln die Behörden Prognosemärkte entweder als Glücksspiel oder als Finanzinstrument. Das schafft rechtliche Spannungen.
Betreiber wie Polymarket haben in Teilen Europas mit Sperren zu kämpfen. Dennoch scheint die Nachfrage trotz offizieller Beschränkungen stabil zu sein. In der Zwischenzeit sagte Silvio Schembri, dass Malta seinen eigenen Rahmen erforscht. Er wies darauf hin, dass klare Regeln erforderlich sind, bevor mit der Einführung begonnen werden kann. Wichtige Erkenntnisse:
Gibraltar erteilte am 26. März seine erste Lizenz für Prognosemärkte
Predict Street plant einen Start in Verbindung mit einem großen Fußballereignis
Britische Steueränderungen treiben regulatorische Veränderungen in Gibraltar voran
Europäische Märkte bleiben gespalten über Legalität und Aufsicht
Ein vorsichtiger Schritt in unsicheres Terrain
Der Schritt Gibraltars birgt Chancen und Risiken gleichermaßen. Die Regierung scheint bereit zu sein, schnell zu handeln, um ihre Kernindustrie zu schützen.
Doch der Markt bleibt unsicher - und die Regeln können sich schnell ändern. Für den Moment markiert die Lizenz eine klare Veränderung. Was als nächstes kommt, könnte die Zukunft des Sektors in Europa bestimmen.
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