Selbstausschluss

Schweden will Glücksspielrisiken frühzeitig bekämpfen – mit einer kürzeren 10-tägigen Pause

Schweden hat sein „Spelpaus“-System um eine neue 10-tägige Selbstausschlussfrist erweitert. Diese Änderung soll mehr Spielern helfen, eine Pause vom Glücksspiel einzulegen, bevor aus kleinen Problemen größere werden.

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Schweden bietet eine neue 10-tägige Glücksspielpause an

Schweden hat seinen nationalen Selbstausschlussdienst „Spelpaus“ um eine neue 10-Tage-Option erweitert. Vor dieser Änderung betrug die kürzeste Auszeit einen Monat. Die neue Option bietet Spielern eine kürzere Möglichkeit, das Glücksspiel zu unterbrechen. Die Behörden hoffen, dass mehr Menschen den Dienst nutzen werden, da der erste Schritt nun einfacher erscheint.

Die schwedische Aufsichtsbehörde erklärte, viele Nutzer hätten sich mehr Auswahlmöglichkeiten gewünscht. Umfrageergebnisse zeigten, dass etwa die Hälfte der Befragten zusätzliche Selbstausschlussfristen befürwortete. Die Behörden bezeichneten die Änderung als einen ersten Schritt, um diesem Wunsch gerecht zu werden. Sie stellten zudem klar, dass die kürzere Pause längere Selbstausschlussfristen nicht ersetzen wird.

Ein kleinerer Schritt könnte mehr Spielern helfen

Die Aufsichtsbehörde ist der Ansicht, dass manche Spieler sofort eine kurze Pause benötigen. Möglicherweise fühlen sie sich jedoch noch nicht bereit, einen ganzen Monat lang aufzuhören. Die 10-tägige Pause könnte nach schweren Verlusten oder in einer stressigen Zeit vor dem Zahltag helfen. Sie könnte den Spielern auch Zeit zum Nachdenken geben, bevor sie wieder spielen.

Sobald ein Spieler die Sperre beginnt, kann sie nicht vorzeitig beendet werden. Diese Regel sorgt dafür, dass die Pause sinnvoll bleibt – auch wenn sie kürzer ist. Die Behördenvertreter erklärten zudem, dass die neue Option einem anderen Bedarfsszenario dient – nicht einer anderen Spielergruppe.

Forschung untermauert den neuen Ansatz

Eine aktuelle Studie hilft zu erklären, warum der Selbstausschluss bei vielen Menschen wirkt. Die Teilnehmer gaben häufig an, dass Geldprobleme, familiärer Druck und der Verlust der Kontrolle sie dazu bewogen hätten, aufzuhören. Mehrere Personen sagten zudem, die festgelegte Auszeit habe ihnen Seelenfrieden verschafft. Sie mussten nicht mehr jeden Tag entscheiden, ob sie spielen wollten.

Die Studie ergab einen weiteren wichtigen Punkt. Die meisten Menschen entschieden sich schnell für den Selbstausschluss, anstatt lange darüber nachzudenken. Dennoch deckte die Studie auch ein mögliches Risiko auf. Einige Spieler gaben an, dass Glücksspielwerbung nach Ablauf ihrer Pause wieder erschien, was den Wiedereinstieg erleichterte.

Schweden wird die Ergebnisse verfolgen

Die Aufsichtsbehörde plant, zu beobachten, wie die Menschen die neue Option nutzen. Sie wird prüfen, ob sich die Spieler nur für die 10-tägige Pause entscheiden oder später zu längeren Ausschlussfristen übergehen. Über diese Änderung hinaus wird Schweden ab August 2026 auch die „Spelpaus“-Kontrollen verschärfen. Lizenzierte Betreiber müssen bei der Überprüfung des Selbstausschlussregisters aktualisierte Regeln befolgen. Die Hauptziele sind einfach:

  • Spielern helfen, früher eine Pause einzulegen.

  • Den Beginn einer Selbstsperre zu vereinfachen.

  • Längere Ausschlussfristen bei schwerwiegenden Glücksspielproblemen beibehalten.

  • Untersuchen, wie die neue Option das Verhalten der Spieler verändert.

Daher könnte die 10-tägige Pause zu einem wichtigen Test werden. Wenn mehr Spieler davon Gebrauch machen, könnten andere regulierte Glücksspielmärkte ähnliche Änderungen in Betracht ziehen.

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Mykhailiuta Maryna

Spiele-Analyst & Rezensent

Mykhailiuta Maryna Spiele-Analyst & Rezensent

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