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ANJ: Exzessives Glücksspiel generiert 60% der französischen Bruttowertschöpfung in H2 2025

Frankreichs Glücksspielregulierungsbehörde hat Bedenken geäußert, nachdem neue Marktdaten einen Anstieg der riskanten Glücksspielaktivitäten gezeigt haben. Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass exzessives Glücksspiel im zweiten Halbjahr 2025 den größten Teil der Glücksspieleinnahmen ausmachte - während die Zahl der Risikospieler weiter zunahm.

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ANJ stellt mehr Spieler mit riskantem Verhalten fest

Laut der Autorité Nationale des Jeux wurden im zweiten Halbjahr 2025 rund 1,2 Milliarden Euro mit exzessivem Glücksspiel verdient. Nach Angaben der Regulierungsbehörde machte dies etwa 60 % der gesamten Glücksspieleinnahmen in Frankreich aus. Die Zahlen stammen aus einem neuen, von der ANJ entwickelten System zur Verfolgung von Spielern. Das System untersuchte die Gewohnheiten der Spieler bei lizenzierten Glücksspielanbietern in Frankreich.

Nach Angaben der Behörden untersuchte das System mehrere Warnzeichen, die auf schädliches Glücksspiel hinweisen. Dazu gehörten Ausgabenhöhe, Spielhäufigkeit und Anzeichen von Kontrollverlust. Laut ANJ sind etwa 600.000 Spieler mit hoher Wahrscheinlichkeit übermäßig spielsüchtig. Weitere 300.000 Spieler wurden als eindeutig gefährdet eingestuft.

Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass das Niveau des riskanten Spielens seit 2023 gestiegen ist. Das Marktwachstum kann einen Teil des Anstiegs erklären, aber laut ANJ scheinen auch andere Veränderungen dafür verantwortlich zu sein. Die Beamten erklärten, dass die Zahl der Risikospieler schneller anstieg als die Gesamtzahl der Spieler. Dieser Trend könnte die Glücksspielbetreiber in den kommenden Monaten stärker unter Druck setzen.

ANJ teilt neues Tool mit lizenzierten Betreibern

Die Regulierungsbehörde plant, den Algorithmus mit lizenzierten Glücksspielbetreibern in ganz Frankreich zu teilen. Dazu gehören die Monopolgruppen FDJ United und Pari Mutuel Urbain. ANJ sagte, die Betreiber könnten das System neben ihren derzeitigen Sicherheitsinstrumenten verwenden. Dennoch betonten die Beamten, dass die Betreiber weiterhin für den Schutz der Spieler verantwortlich seien.

Die Regulierungsbehörde sagte, das Tool könne den Betreibern helfen:

  • Spieler zu erkennen, die ein riskantes Spielverhalten an den Tag legen

  • die Bemühungen zum Spielerschutz genauer zu überprüfen

  • die Einnahmen im Zusammenhang mit übermäßiger Spieltätigkeit zu senken

Druck in Sachen Spielerschutz wächst

Die ANJ-Vorsitzende Isabelle Falque-Pierrotin bezeichnete das neue System als einen wichtigen regulatorischen Schritt. Sie sagte, das Tool spiegele das reale Verhalten von Online-Spielern besser wider als ältere Methoden. Ihre Kommentare deuten darauf hin, dass die Aufsichtsbehörden stärkere Maßnahmen von den Glücksspielbetreibern erwarten können. Neben den Online-Diensten möchte die ANJ auch die Kontrollen in den Wettlokalen verbessern.

Die Aufsichtsbehörde hat diese Bemühungen seit 2024 vorangetrieben - und der Druck könnte nun nach Bekanntwerden der jüngsten Ergebnisse weiter wachsen. Französische Glücksspielunternehmen befinden sich nun in einer schwierigen Situation. Sie müssen weiter wachsen und gleichzeitig riskante Glücksspielaktivitäten einschränken.

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Mykhailiuta Maryna

Spiele-Analyst & Rezensent

Mykhailiuta Maryna Spiele-Analyst & Rezensent

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